Gegenstand des Projektes war die Weiterentwicklung des bereits in vorangegangenen EU-Projekten entwickelten angewandten allgemeinen Gleichgewichtsmodells GEM-E3 für die Europäische Union. Analyseschwerpunkt des Modells ist die Abschätzung sektoraler, nationaler und internationaler Auswirkungen umwelt-, wirtschafts- und energiepolitischer Maßnahmen in Europa. Das gegenwärtige Projekt hat die Einsatzmöglichkeiten des Modells in der Politikberatung insbesondere im Hinblick auf die folgenden vier Punkte entscheidend verbessert. Erstens wurde der bisher modell-exogen spezifizierte technische Fortschritt endogen durch das Modell beschrieben, d. h. unternehmerische Entscheidungen über FuE-Aktivitäten, deren langfristige Auswirkungen für die technologische Entwicklung und das daraus resultierende Wachstumspotenzial werden in Abhängigkeit bereits bestehender oder neu zu generierender Modellvariablen erklärt. Zweitens wurde eine Weltversion des Modells entwickelt, um dem globalen Charakter des Klimaproblems besser gerecht werden zu können. Drittens kann die Energiewirtschaft realitätsnah durch ein ingenieurwissenschaftlich fundiertes Energiesystemmodell beschrieben werden. Schließlich wurden die bisher unterstellte statische Erwartungshaltung der Modellagenten um Ansätze rationaler Erwartungshaltung erweitert.

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