Die am ZEW gepflegten Gründungsdatenbanken zu deutschen und österreichischen Unternehmen zählen heute zu den wichtigsten Grundlagen für die Forschungstätigkeiten im Schwerpunkt "Unternehmens- und Marktdynamik" innerhalb des Forschungsbereiches. Ein Teil der zukünftigen Analysen besteht in der Fortführung der nunmehr standardisierten Aufbereitung und der Bereitstellung verlässlicher Indikatoren zum Gründungsgeschehen. Zudem wird versucht, durch die Verknüpfung mit anderen Datenquellen und der Durchführung eigener Befragungen, neue Fragestellungen zu bearbeiten. Für die Realisierung der genannten Forschungsaktivitäten ist eine hohe Qualität und Zuverlässigkeit der Unternehmensangaben unabdingbare Voraussetzung. Zielsetzung des Projektes ist daher die Sicherung, Verbesserung und Erweiterung des Analysepotenzials der Unternehmensdatenbanken.In den letzten Jahren wurde eine Reihe von Verbesserungen vorgenommen, welche insbesondere die Verlässlichkeit der Ergebnisse zum Gründungsgeschehen erhöht hat. Die hier entwickelten Aufbereitungsprozeduren sind ständig durchzuführen und den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Zentrales Augenmerk gilt jedoch den Tätigkeiten, die sich mit der Kodierung bestimmter Ereignisse in den CREDITREFORM-Daten beschäftigen. Zu den interessierenden Ereignissen zählen der Marktaustritt, insbesondere die Insolvenz eines Unternehmens, das Vorliegen einer Mehrfacherfassung eines Unternehmens und die Beteiligtenstruktur. Mit dem Stand der letzten (achtundzwanzigsten) Beobachtungswelle im Juli 2005 erhöht sich der Bestand der am ZEW gepflegten Datensätze auf etwa 7,6 Millionen.