In der Studie wurden auf der Basis des ZEW Mikrosimulationsmodells individuelle und fiskalische Nettoerträge von Bildungsinvestitionen untersucht. Dabei wurde ein Studium mit einer Berufsausbildung und eine Berufsausbildung mit der Alternative weder Ausbildung noch Studium verglichen.

Die Studie kommt u.a. zu dem Ergebnis, dass die untersuchten Investitionen im Mittel einen fiskalischen Nettoertrag pro Auszubildenden von 138 Tsd. Euro und pro Student von 100 Tsd. Euro erwarten lassen. Die fiskalischen Bildungsrenditen beider Bildungsgänge liegen bei über fünf Prozent und damit deutlich über der aktuellen Verzinsung von 10-jährigen Bundesanleihen von unter einem Prozent. Investitionen in die Berufsausbildung rentieren sich aufgrund ihrer präventiven Wirkung für die öffentliche Hand besonders, weil sie fiskalische Belastungen durch Sozialleistungen vermeiden helfen. Eine Hochschulausbildung erhöht die Rendite weiter, weil zusätzliches Erwerbseinkommen zu einem höheren Steueraufkommen beiträgt. Gemessen am verfügbaren Einkommen liegt die Rendite eines Studiums bei sieben, diejenige einer Berufsausbildung bei fünf Prozent.

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