In den 1980er und 1990er Jahren wurden entscheidende Fortschritte bei der Entwicklung mikroökonometrischer Verfahren zur quantitativen Wirkungsanalyse wirtschaftspolitischer Maßnahmen erzielt. Diese neuen Verfahren wurden bisher vor allem in der Arbeitsmarktforschung eingesetzt. Bei der Wirkungsanalyse innovationspolitischer Maßnahmen wurden diese Verfahren dagegen nur wenig verwendet. Im Rahmen dieses Projekts wurden am Beispiel der direkten Projektförderung die Einsetzbarkeit dieser Analysemethoden getestet.Basierend auf einer Zusammenstellung der einschlägigen wissenschaftlichen Literatur, einer Reihe von Anwendungsbeispielen aus einzelnen Förderbereichen und dem System der Projektförderung insgesamt, wurde im Rahmen dieses Projekts aufgezeigt, was realistischerweise von diesen methodischen Neuentwicklungen für die Wirkungsanalyse innovationspolitischer Maßnahmen erwartet werden kann. Die Ergebnisse zeigen, dass Längsschnittschätzverfahren eher ungeeignet sind, da sich der Förderstatus von Unternehmen selten ändert. Zudem wird die Anwendung von Längsschnittverfahren durch Datenrestriktionen erschwert. Für den speziellen Fall der Analyse von FuE-Politiken auf der Unternehmensebene sind existierende Querschnittsmethoden geeigneter. Die Schätzung von parametrichen und semiparametrischen Selektionsmodellen sowie die Anwendung nichtparametrischer Matchingverfahren zeigen, dass die staatliche Subventionierung nicht in reinen Mitnahmeeffekten verpufft, sondern die FuE-Aktivitäten der geförderten Unternehmen stimuliert werden.

Ausgewählte Publikationen

Monographien, Beiträge in Sammelbänden

BMWA, Referat Kommunikation und Internet (2004), Evaluation staatlicher Interventionen aus Auftraggebersicht, BMWA-Dokumentation, LLL:citation.label.volume 542 (ISSN 0342-9288), Berlin.