Der deutsche Arbeitsmarkt ist durch eine hohe Beschäftigungsstabilität gekennzeichnet. Dennoch gibt es nicht unbedeutende Teile des Arbeitsmarktes, die von einer hohen Beschäftigungsinstabilität und kurzen wiederkehrenden saisonalen Arbeitslosigkeitsphasen betroffen sind. Deutsche Arbeitsmarktinstitutionen schaffen finanzielle Anreize für die Arbeitgeber, Arbeitnehmer in Perioden stagnierender Nachfrage oder schlechter Witterungsbedingungen temporär zu Lasten der Arbeitslosenversicherung zu entlassen. Ziel des Projektes ist es, die Muster saisonaler Arbeitslosigkeit mittels mikroökonometrischer Methoden zu analysieren. Dabei geht der angestrebte Untersuchungsansatz weiter als bisherige Studien, indem der EInfluss konjunktureller Bedingungen und Witterungsbedingungen auf das individuelle Arbeitslosigkeitsrisko und die Dauer der individuellen Arbeitslosigkeit untersucht werden. Zusätzlich werden die Effekte verschiedener Politikreformen der 1990er Jahre analysiert, deren Ziel darin bestand, die Beschäftiogungsstabilität in den betroffenen Sektoren zu erhöhen und saisonale Arbeitslosigkeit einzudämmen.