Im Rahmen des Projekts werden verschiedene Varianten einer gemeinsamen Arbeitslosenversicherung für die Euro-Staaten analysiert und ihre Stabilisierungswirkungen im Falle von asymmetrischen makroökonomischen Schocks bewertet. Anhand kontrafaktischer Simulationen auf Grundlage von Mikrodaten für den Zeitraum von 2000 bis 2013 wird der Trade-off zwischen automatischen Stabilisierungseffekten und der Höhe grenzüberschreitender Transferleistungen aufgezeigt und quantifiziert. Der Fokus liegt dabei auf einem Versicherungsmodell zur Abdeckung der Kurzzeitarbeitslosigkeit. Eine derartige Versicherung hätte den im Zuge der jüngsten Krise entstandenen Arbeitsmarkt-Schock erheblich abgeschwächt. Fünf Mitgliedsstaaten der Eurozone wären entweder permanente Geber- oder Nehmerländer gewesen. Die Studie zeigt, dass die Höhe der grenzüberschreitenden Transfers durch Claw-back Mechanismen und Arbeitslosentransfers, die nur in besonders starken Rezessionen aus der Europäischen Versicherung gezahlt werden, begrenzt werden könnte; gleichzeitig würde allerdings auch der gewünschte Versicherungseffekt reduziert. Darüber hinaus werden Moral Hazard Aspekte auf individueller, verwaltungstechnischer sowie wirtschaftspolitischer Ebene diskutiert.

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