Das derzeitige Anreizsystem für die Entlohnung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern steht mehr denn je auf dem Prüfstand. Die Besoldungsreform für Hochschullehrende im Jahr 2005 ebnete den Weg hin zu leistungsorientierter Bezahlung aber brachte bisher alles andere als den durchschlagenden Erfolg. Laut dem Verband Hochschule und Wissenschaft (vhw) hat die Reformierung der Anreizstrukturen statt zur Leistungssteigerung zu Unzufriedenheit und Demotivation geführt und die Attraktivität des Professorinnen- und Professorenamtes geschwächt. Der deutsche Wissenschaftssektor steht daher vor der Herausforderung das Entlohnungssystem und die Arbeitsbedingungen deutscher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler so umzugestalten, dass hochrangige wissenschaftliche Leistungen bestmöglich gefördert werden. Gegenstand dieses Projekts ist eine umfassende Analyse verschiedener Anreizschemata im Wissenschaftskontext. Mithilfe von (Feld-)Experimenten soll die Wirkung finanzieller Entlohnungsmechanismen, wie beispielsweise durch die Einführung von Publikationsprämien, untersucht werden. Demgegenüber zielt das Projekt darauf ab, das Potenzial nicht-finanzieller Anreize, wie Auszeichnungen, Lehr- und Forschungspreise sowie das Gewähren von Autonomie und Vertrauen zu analysieren. Die Resultate sollen dazu dienen Entscheidungsträger hinsichtlich der zukünftigen Ausgestaltung von Anreiz- und Entlohnungssystemen im wissenschaftlichen Sektor zu informieren.

Das Forschungsvorhaben ist eine geförderte Maßnahme und Teil der Förderlinie "Wissenschaftsökonomie" - Förderkennzeichen  01PW11010 - im Forschungsschwerpunkt "Hochschulforschung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).logogefoerdertvombmbf