Das Projekt untersucht die volkswirtschaftliche Bedeutung von Familienunternehmen und aktualisiert die Ergebnisse des gleichnamigen Projekts aus den Jahren 2009 und 2011. Die Datenbasis ist wieder das Mannheimer Unternehmenspanel (MUP), das auf die Unternehmensdaten des Verbands der Vereine Creditreform zurückgreift und den deutschen Unternehmensbestand nahezu vollständig abbildet. Das Projekt gliedert sich in fünf Module.
Modul 1 vergleicht die Vorgehensweisen des Unternehmensregisters und des MUP bei der Ermittlung des Unternehmensbestandes in Deutschland.
Das zentrale Modul 2 beschäftigt sich mit der volkswirtschaftlichen Bedeutung der Familienunternehmen in Deutschland insgesamt. Wir verwenden die differenzierte Definition von Familienunternehmen aus dem Vorgängerprojekt: Von einem „familienkontrollierten Unternehmen“ wird gesprochen, wenn maximal drei natürliche Personen mindestens 50% der Unternehmensanteile halten. Sind die Eigentümer dieser Unternehmen auch an der Unternehmensleitung beteiligt, ist die engere Definition der „eigentümergeführten Familienunternehmen“ erfüllt, die zusätzlich zur Anteilsmehrheit die Ausübung von Leitungsfunktionen durch die Familienmitglieder fordert. Für die so definierten Familienunternehmen werden wesentliche Strukturmerkmale (Verteilung nach Größe, Rechtsform, Branche, Bundesländern) erhoben sowie ihr Anteil am Unternehmensbestand, an der Beschäftigung und an den Umsätzen aller deutschen Unternehmen anhand der aktuellen MUP-Daten ermittelt.
Modul 3 vergleicht das Innovationsverhalten zwischen Familien- und Nicht-Familienunternehmen auf Basis des MIP. Modul 4 vergleicht die Eigenkapitalquoten von Familienunternehmen und Nicht-Familienunternehmen.
Ein weiteres zentrales Modul 4 aktualisiert die Liste der 500 größten Familienunternehmen in Deutschland und untersucht deren volkswirtschaftliche Bedeutung anhand der Indikatoren Umsatz und Beschäftigung. Ferner werden erstmals die Eigenkapitalquoten ausgewiesen. Außerdem wird die Entwicklung der Top 500 Familienunternehmen im Vergleich zu den Nicht-Familienunternehmen im DAX bis zum Jahr 2012 dargestellt.

Ausgewählte Publikationen