Fortschritte in der Informations- und Telekommunikationstechnologie sowie die politische Öffnung wichtiger Märkte (Osteuropa, China, Indien) eröffnen große wirtschaftliche Chancen. Diese Globalisierungspotenziale wurden bislang vor allem in Produktion und Beschaffung genutzt (Outsourcing, Offshoring). Dieser Trend erfasst nun auch den Innovationsprozess. Unternehmen können Wettbewerbsvorteile generieren, indem sie weltweite Markt- und Technologieimpulse in erfolgreiche Produkte und effiziente Prozesse umsetzen. Die Basis dafür bildet die strategische Fähigkeit aussichtsreiche Impulse weltweit zu identifizieren und aufzunehmen. Darüber hinaus müssen diese Inputs in das unternehmensinterne Know-how eingebettet werden, so dass sie durch geeignete organisatorische Maßnahmen in erfolgreiche Innovationen transformiert werden können. Diese Resonanzsysteme sind gegenwärtig weitgehend als Black Box identifiziert. Das Projekt setzt an dieser Stelle an und untersucht, wie die notwendigen Kompetenzen, Prozesse und Strukturen in Unternehmen geschaffen werden können. Ziel des Projekts ist es, Managementempfehlungen zu entwickeln, wie Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit durch globale Resonanzsysteme steigern können.
Die Studie zielt auf die frühen Phasen des Innovationsprozesses, in der aussichtsreiche Ideen weltweit gesammelt und bewertet werden müssen. Im Kern steht die Frage, welche Eigenschaften machen ausländische Innovationsimpulse attraktiv für heimische FuE-Manager? Die Studie untersucht dazu mittels einer Conjoint Analyse das Verhalten von 158 FuE Leitern in deutschen High-tech Unternehmen. Es zeigt sich, dass Risikovermeidung der wichtigste Faktor ist. Radikal neue Ideen aus dynamischen Märkten erzeugen die meiste Aufmerksamkeit und dürfen nicht übersehen werden. Komplementaritäten mit bestehendem Wissen und geringe Sprachbarrieren sind ebenfalls von signifikante Bedeutung allerdings in geringerem Maße.

Ausgewählte Publikationen

Discussion Papers und Working Papers