Eine stabilitätsorientierte Geldpolitik hat in Europa trotz aller institutioneller Vorkehrungen (Unabhängigkeit der Notenbank, klare vertragliche Zielpriorisierung, Verbot der monetären Staatsfinanzierung, fiskalische Governance) nur dann eine dauerhafte Erfolgschance, wenn sie von einem politischen Gesamtkonsens getragen wird. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, Übereinstimmungen und Unterschiede in den Vorstellungen zur Reform der Eurozone deutscher und französischer Abgeordneter zu identifizieren und mit Blick auf mögliche polit-ökonomische Determinanten zu erklären. Die Datenbasis besteht in einer großangelegten Umfrage von Abgeordneten in den Nationalparlamenten beider Länder. Die Projektergebnisse liefern somit erstmalig wichtige Erkenntnisse zur geldpolitischen Präferenzbildung von wichtigen politischen Akteuren in der Eurozone.