Dieses Projekt hat sich mit der Frage beschäftigt, wieso der europäische Markt für Vermögensverwaltung und Investmentfonds immer noch durch eine große Bedeutung nationaler Grenzen charakterisiert ist. Die empirischen Arbeiten gründeten dabei auf zwei Datenbasen: Zum einen einer umfangreichen Sammlung aggregierter Daten zum europäischen Fondsmarkt mit einem Schwerpunkt auf grenzüberschreitende Aktivitäten und zum anderen auf den Erkenntnissen aus zahlreichen Interviews mit führenden britischen Investmentgesellschaften. Die unvollständige Integration kann den daraus resultierenden Erkenntnissen zufolge unter anderem auf folgende Faktoren zurückgeführt werden: Steuerliche Faktoren sind die wichtigste Ursache für Schwierigkeiten im grenzüberschreitenden Geschäft. Ein spezifisches Problem ergibt sich aus der nationalen Gesetzeslage zum Problem von Fondsfusionen – die betreffenden Vorschriften erschweren oftmals grenzüberschreitende Fusionen von Fonds. Weitere Probleme betreffen die Felder Registrierung, Konsumentenschutz, Vertriebsstrukturen und Infrastruktur. Die Untersuchung hat es erlaubt, konkrete Empfehlungen für künftige Schwerpunkte der Integrationspolitik auf diesem Markt abzugeben. Beispielsweise sollte in Zukunft die Registrierungspflicht für Fonds in neuen Zielmärkten entfallen, wenn der Fonds bereits in einem EU-Land zugelassen und registriert ist.

Ausgewählte Publikationen

Beiträge in referierten Fachzeitschriften

Beiträge in Fachzeitschriften

Heinemann, Friedrich (2003), Investmentfonds: Der unvollendete Binnenmarkt, Finanz-Betrieb 2003/7-8, 490-495.

Heinemann, Friedrich (2003), Der lange Weg zum Fondsbinnenmarkt, Die Bank 2003/11, 754-757.