Ziel des Projektes ist es, den Einfluss der EU-Osterweiterung auf die Anpassungsprozesse auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu untersuchen. Besonderes Augenmerk soll der Frage gelten, welche Bedeutung unterschiedliche Formen der Tarifbindung für die Reaktion von Löhnen und Beschäftigung auf den Integrationsprozess haben. Der zentrale Beitrag basiert auf einem quasiexperimentellen Untersuchungsdesign, welches sich eine exogene Variation des Ausmaßes der Gütermarktintegration zu Nutze macht. Die Datenbasis für die Untersuchung bilden administrative Daten der Bundesagentur für Arbeit, die IAB-Beschäftigtenstichprobe sowie der Linked-Employer-Employee Datensatz des IAB. Mit der Nutzung dieser Daten soll die Untersuchung in mehrfacher Hinsicht einen Beitrag zur bestehenden Literatur leisten: So ist geplant, erstmalig quasi-experimentelle Evidenz zu (1) Lohn- und Beschäftigungseffekten sowohl auf der Betriebs- als auch auf der Beschäftigtenebene, (2) zu der Bedeutung von Arbeitsmarktinstitutionen für die Reaktion von Löhnen und Beschäftigung auf den Integrationsprozess und (3) zu heterogenen Effekten für unterschiedliche Gruppen von Beschäftigten liefern.