Traditionell wird in der Entrepreneurshipforschung der Erfolg von jungen Unternehmen im wesentlich mit dem Humankapital, dem unternehmerischen Talent und der Innovationskraft der Gründerpersonen erklärt. Die Rolle der unselbstständig Beschäftigten für den Unternehmenserfolg wird in der empirischen Forschung bislang jedoch kaum beleuchtet.
In diesem Projekt wird die Bedeutung von Bildungsweg, Qualifikationen und beruflicher Vita von Gründerinnen und Gründern (auf Basis des KfW/ZEW-Gründungspanels) und der Erfahrung und Ausbildung ihrer Belegschaft (auf Basis der Pflichtmeldungen zur Sozialversicherung der Bundesagentur) für den Unternehmenserfolg untersucht. Hier sind insbesondere Effekte des „kombinierten“ Humankapitals von Gründerpersonen und Beschäftigten von Interesse. Es werden geeignete Indikatoren entwickelt, die das „Portfolio“ des Gesamthumankapitals in den jungen Unternehmen abbilden. Beantwortet werden sollen die Fragen: Ist es erfolgversprechender die Kompetenzen von Mitarbeitern und Gründern eher komplementär zu kombinieren oder sind es klare Spezialisierungsstrategien, die zum Unternehmenserfolg führen? In diesem Zusammenhang  soll auch dem Thema „Homogenität“ vs. „Heterogenität“ der Belegschaft in jungen Unternehmen Aufmerksamkeit geschenkt werden.
Diese Fragen werden mit einem kombinierten Datensatz, der die Befragungsdaten des KfW/ZEW-Gründungspanels mit den Personaldaten der dort angestellten Mitarbeiter, wie sie von der Bundesanstalt für Arbeit standardmäßig erhoben werden, bearbeitet. Das große Analysepotenzial dieses Datensatzes liegt darin, dass die Angaben über die in den jungen Unternehmen tätigen Beschäftigten einbezogen werden können um auf Unternehmensebene die Beschäftigtensituation und –entwicklung so abbilden zu können, wie es allein auf Basis von Befragungsdaten nicht möglich ist.