Das Oslo Manual (OM) bietet konzeptionelle Grundlagen für die Erhebung und Interpretation von Innovationsdaten. Es wurde im Jahr 1993 erstmals gemeinsam von OECD und Eurostat veröffentlicht und seither zweimal (1997 und 2005) revidiert. Ende 2015 startete ein erneuter Revisionsprozess, der bis zum Frühjahr 2017 abgeschlossen sein soll. Das OM hat für die deutsche und internationale Innovationsstatistik aus mehreren Gründen eine große Bedeutung. Erstens liefert es die theoretischen und methodischen Grundlagen für die Erstellung und Durchführung von Erhebungskonzepten zur Messung von Innovationsaktivitäten im Unternehmenssektor. Zweitens hat sich nach EU-Verordnung 995/2012 die europäische Innovationsstatistik an den im OM niedergelegten Definitionen und Konzepten zu orientieren. Drittens hat das OM in den vergangenen zehn Jahren auch auf außereuropäischer Ebene eine zunehmende Akzeptanz gefunden und bietet einen allgemein anerkannten Orientierungsrahmen für Innovationserhebungen und somit für die Produktion international vergleichender Innovationsstatistiken.
Im Rahmen des Projekts werden verschiedene Beiträge zur anstehenden Überarbeitung des OM geleistet

  1. Beteiligung an dem von OECD und Eurostat organisierten Abstimmungs- und Entscheidungsprozess;
  2. Erarbeitung von konzeptionellen und inhaltlichen Vorschlägen zu verschiedenen Fragestellungen im Revisionsprozess;
  3. Organisation eines Workshops, um die Anforderungen und Sichtweisen der Nutzer von Innovationsdaten zu erfassen;
  4. Unterstützung des BMBF zu Fragen im Zusammenhang mit der OM Revision.