Innovationen verkörpern technologischen Fortschritt und gelten als wichtiges Element für die Erhaltung und den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Jedoch sind Innovationsaktivitäten auf der Unternehmensseite auch mit erheblichen Kosten und Unsicherheiten verbunden. Da gerade Kleinst- und Kleinunternehmen besonders häufig unter Liquiditätsrestriktionen leiden, unterlassen sie Investitionen in innovative risikobehaftete Projekte vermutlich öfter als andere Unternehmen. Ihre eigenen Kapazitäten oder Fähigkeiten reichen häufig nicht aus, sodass kleine Unternehmen eher als große auf externe Forschung angewiesen sind. Allerdings sind die Möglichkeiten und auch der Nutzen dieser Alternative für das eigene Unternehmen oft nicht klar, so dass sie nicht genutzt wird.

Innovationsgutscheine sind eine Möglichkeit diese Hemmnisse für kleine Unternehmen abzuschwächen. Sie können durchaus geeignet sein, um die Innovationskraft gerade der Kleinst- und Kleinunternehmen zu stärken. Eine solche Einschätzung hat sich auch in anderen europäischen Ländern, wie den Niederlanden, Irland und Österreich, durchgesetzt, wo eine Innovationsförderung durch Innovationsgutscheine bereits etabliert bzw. ebenfalls aktuell in Angriff genommen wurde. Vor diesem Hintergrund hat das Land Baden-Württemberg ein zweijähriges Modellvorhaben initiiert, in dem Innovationsgutscheine an kleine Unternehmen ausgegeben werden. Das Projekt zielt auf eine begleitende Evaluation ab, die auf die Optimierung der Organisation und des Ablaufs der Fördermaßnahme ausgerichtet ist, insbesondere unter den Gesichtspunkten Bedarf, Praktikabilität, Akzeptanz und Vermarktung. Darüber hinaus sollen auch die Wirkungen der Innovationsgutscheine auf die Innovationstätigkeit der geförderten Unternehmen analysiert werden. In dem Projekt werden auch Vorschläge für die Gestaltung eines zukünftigen Förderprogramms „Innovationsgutschein“ erarbeitet.