Individuelles Coaching für Führungskräfte in der Produktion (z.B. Schichtführer oder Gruppenleiter) wird bisher kaum von Unternehmen genützt. Somit liegen auch nur wenige unabhängige Untersuchungen über die Wirkungsweise dieses relativ neuen Weiterbildungsinstrumentes vor, das in der Fachliteratur als neues effektives Instrument besprochen wird. Man verspricht sich insbesondere eine zielgerichtete und bedarfsorientierte Erweiterung der Handlungskompetenz der Führungskräfte in persönlicher, sozialer und fachlicher Hinsicht. Beim Coaching wird eine individuelle Analyse der Leistungsmöglichkeiten erarbeitet, zudem werden individuelle Hinweise zur Verbesserung des Führungsverhaltens, des Konfliktmanagements und der Delegation erarbeitet. Meist ist Coaching zeitlich begrenzt, bei einer längerfristigen Betreuung wird ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess angestrebt. Im Vordergrund steht hierbei die Zufriedenheit der Führungskräfte, erst in zweiter Linie werden Produktivitätserhöhungen angestrebt. Um die Auswirkungen von individuellem Coaching auf die Zufriedenheit von Führungskräften in der Produktion zu bestimmen, ist geplant alle Gruppenleiter in einem namhaften Betrieb der metallverarbeitenden Industrie persönlich zu befragen. Da zum Befragungszeitpunkt ungefähr die Hälfte der Gruppenleiter individuelles Coaching hatte und die andere Hälfte nicht, können wir die Effekte mit Evaluationsmethoden die Kontrollgruppen verwenden messen. Die Befragungsergebnisse werden durch individuelle Angaben zu Betriebszugehörigkeit, Ausbildung, Funktion etc. ergänzt. Die Projektergebnisse sollen in einem Workshop den interessierten Unternehmensvertretern vorgestellt werden und in einschlägigen Fachzeitschriften publiziert werden.

Ausgewählte Publikationen

Monographien, Beiträge in Sammelbänden

Ennes, Janin, Christoph Rappe und Thomas Zwick (2004), Entwicklung von Führungskompetenz im gewerblichen Bereich, in: Peter Speck Employability - Herausforderungen für die strategische Personalentwicklung, Gabler, Wiesbaden, 159-180.