Um die Zusammenhänge zwischen wirtschaftlichen Aktivitäten und Umweltbelastungen erfassen zu können, wurde am Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (FhG-ISI), Karlsruhe das Modell "Emittentenstruktur" entwickelt, mit dem sich sowohl die direkten als auch die indirekten Auswirkungen von wirtschaftlichen Aktivitäten auf die Umwelt erfassen lassen. Am ZEW wurde dieses Modell im Auftrag des Umweltbundesamtes zu einem benutzerfreundlichen Instrument ausgebaut, mit dem die Auswirkungen ökonomischer Aktivitäten auf die Emissionen von 12 Luftschadstoffen, 60 Abfallarten und 4 Emissionsarten für den Bereich Abwasser untersucht werden können. Durch die Berücksichtigung von technischen Prozessen bei der Berechnung der verwendeten branchenspezifischen Emissionskoeffizienten lassen sich hierbei sowohl die Wirkungen von ökonomischen Strukturveränderungen und Wachstumsentwicklungen als auch die Wirkungen des Einsatzes verschiedener Technologien analysieren. Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens wurde das Modell so ausgebaut, dass es zum einen zur Bearbeitung Baden-Württemberg-spezifischer und zum anderen zur Bearbeitung europäischer Fragestellungen eingesetzt werden kann. Hierbei wurde mit dem neuen Modell ein Instrument erarbeitet, das sowohl die Analyse von regionalen Wachstums- und Struktureffekten (inklusive deren Auswirkungen auf die unterschiedlichen Emissionsarten) als auch die Herausarbeitung von Unterschieden bezüglich der Entwicklung der wirtschaftlichen Aktivitäten und ihrer Auswirkungen auf die Entwicklung der Emissionen erlaubt.

Ausgewählte Publikationen

Discussion Papers und Working Papers

Projektzeitraum

01.01.1997 - 31.12.1998

Kontakt
Projektteam

Dr. Olav Hohmeyer (Leitung)
Prof. Dr. Christoph Böhringer
Dr. Stefan Vögele

Auftraggeber

Umweltbundesamt, Dessau, DE