Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BAMS) vergibt im Rahmen der Erstellung des fünften Armuts- und Reichtumsberichts ein Forschungsprojekt mit de, Titel Analyse der Verteilung von Einkommen und Vermögen in Deutschland. Die Bietergemeinschaft schlägt ein Vorgehen vor, bei dem unmittelbar an die Indikatorik des vierten Armuts- und Reichtumsberichts angeknüpft wird. Die Rezipienten erwarten ein hohes Maß an Kontinuität und Vergleichbarkeit zu den früheren Armuts- und Reichtumsberichten. Die im Bericht dargestellten Messkonzepte, Indikatoren und Analysen müssen den höchsten Standards im Hinblick auf Wissenschaftlichkeit und Rechengenauigkeit der Ergebnisse entsprechen. Zur stetigen Verbesserung der Aussagekraft und Validität sind die Analysemethoden weiterzuentwickeln und die Datengrundlagen zu verbreitern. Gemäß unseren Gesamtkonzept für den Auftrag soll zu bestimmten Fragen wie etwa bei der Ursachenanalyse oder bei der Analyse von gesetzgeberischen Maßnahmen wird auf fortgeschrittene, in der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung etablierte und erprobte Methoden zurückgegriffen werden, die bisher noch nicht in der Armuts- und Reichtumsberichterstattung verwendet wurden. Im Rahmen des Forschungsprojekts werden Einkommensdaten aus der Erhebung "Leben in Europa" (EU-SILC) und aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) jeweils bis einschließlich des Erhebungsjahres 2013 ausgewertet. Daneben sind auch die Angaben zu den Vermögensbeständen privater Haushalte und Personen aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2013 und dem SOEP 2012 heranzuziehen und in ihrer Entwicklung zur jeweiligen Vorerhebung ausführlich darzustellen. Die Analyse soll auch die Ursachen für Verteilungsänderungen ermitteln und die Verteilungsergebnisse vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und gesetzgeberischer Maßnahmen betrachten.

Den Projektbericht können Sie hier einsehen.