In der Föderalismusforschung dominieren Erklärungsansätze, die die fiskalische Performance von Gebietskörperschaften auf Institutionen und politische oder ökonomische Restriktionen zurückführen. Erste Forschungsergebnisse weisen jedoch darauf hin, dass neben diesen Faktoren auch die persönlichen Merkmale von Politikern einen Einfluss haben. Ziel dieses Forschungsvorhabens war es daher, die individuelle Verantwortung der entsprechenden politischen Akteure zu bewerten. Untersuchungsgegenstand waren hierfür die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen der Kommunen Baden-Württembergs. Ausgehend von einer Erhebung der persönlichen Individualmerkmale der tatsächlich gewählten Bürgermeister/innen als auch aller zur Wahl angetretenen Kandidaten/innen, wurde eine zweistufige Analyse angestrebt. Sowohl der Einfluss persönlicher Merkmale von Politikern auf deren fiskalpolitisches Entscheidungsverhalten als auch die Determinanten der (Selbst-)Selektion geeigneter Kandidaten in öffentliche Ämter wurden untersucht. Das Forschungsvorhaben gab somit unter anderem Rückschlüsse darüber, inwieweit allgemeine arbeitsmarktökonomische Erkenntnisse zur Humankapitalbildung auch auf die „Produktivität“ von Politikern anwendbar sind.

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